Heute: Witziges aus dem SPD Bezirkswahlprogramm

seite1_SPDDas konnten wir dort unter Anderem lesen:

„Hamburg ist eine wachsende Stadt. Grade beim Wohnungsbau wird deutlich, wie wichtig es ist, dass in den Bezirken bürgernahe und sozialverträgliche Entscheidungen getroffen werden.“

richtig gut:
„Wohnungsbau gehört zusammen mit dem Ausbau und Erhalt von Grünflächen zu den wichtigsten Aufgaben im Bezirk, die gemeinsam mit den Anwohnerinnen und Anwohnern gestaltet werden. (…) In Paris oder London können sich inzwischen Bürgerinnen und Bürger mit normalem Einkommen im Stadtgebiet keine Wohnung mehr leisten. Das darf in Hamburg niemals passieren- dafür steht die SPD.“

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Pergolenviertel wunderbar – Wagenplatz bald nicht mehr da?

Nach den Verlautbarungen und Bildern des Bezirks Hamburg-Nord zu urteilen, ist das Pergolenviertel im Norden Barmbeks ein allgemeines Wunschprojekt: die Planungen gehen gut voran, Ausweichflächen für die Kleingärten wurden gefunden und alles entwickelt sich zur allgemeinen Zufriedenheit.
Doch dieses rosa-rote Bild ist voller Ausblendungen und blinder Flecken. Wenn wir genauer hinschauen, dann sehen wir ein sehr kritikwürdiges Bauvorhaben: von ‘oben’ durchgesetzt, die Proteste werden vereinnahmt oder tot geschwiegen und die bisherige Nutzer_Innen des Geländes übergangen. Doch fangen wir am Anfang an.

 

Pergolenviertel & Beteiligungsspektakel

Das ist jedoch bereits der erste Kritikpunkt: der Anfang ist nur schwer zu finden. Für die Betroffenen wurde 2010 ein Beteiligungsverfahren initiiert, mit welchem scheinbar alles anfing. Bei näherer Betrachtung wurde jedoch klar, dies ist nicht der Anfang; denn die grundlegenden Entscheidungen waren vom Bezirk bereits vorab im stillen Kämmerlein getroffen worden. Es war festgelegt worden, dass auf einem Areal, das sich von der S-Bahn-Station Rübenkamp bis zur Alten Wöhr hinzieht, 1400 Wohneinheiten gebaut werden sollen. Die bisherigen Nutzer_Innen wurden hierzu nicht befragt, beteiligen sollten sie sich lediglich an Marginalien: Welche Ziegelfarben sollen die Häuser haben oder wie können Radwege gelegt werden; es waren und sind immer noch derartige Fragen, welche zur Debatte stehen. Dass ein großer Teil der bisherigen Kleingärtner_Innen ihre über Jahrzehnte gewachsenen Gärten verlassen müssen, steht nicht zur Debatte. Ebenso wenig wie die Tatsache, dass unser Bauwagenplatz, welcher sich ebenfalls auf dem Areal befindet, den neuen Planungen weichen soll. Im Gegenzug redet die Stadt von bezahlbarem und gefördertem Wohnungsbau. Doch auch hier lohnt ein genauerer Blick.

Nach Aussage der Stadt sollen 60% der Wohnungen „bezahlbare Wohnungen“ werden; tatsächlich wird aber wohl nur ein kleinerer Teil dieses genannten Prozentsatzes auch als Wohnungsbau nach dem 1. Förderweg realisiert. Vorgesehen ist jedenfalls hier auch Bebauung nach dem 2. Förderweg, welcher nur geringfügig unter dem Hamburger Durchschnitt liegende Quadratmeterpreise vorsieht. Und die restlichen 40% Prozent sind wohl ohnehin als „unbezahlbarer Wohnungsbau“ geplant? Doch so oder so, rechtlich festgeschrieben ist davon noch nichts und so kann es trotz Weiterlesen

Schöner Wohnen? Nicht im Quartiersmanagement der wachsenden Stadt

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Stellungnahme des Bauwagenplatzes „Borribles“ zum geplanten “Pergolenviertel” in Barmbek Nord.

 Unser Bauwagenplatz „Borribles“ besteht seit 16 Jahren. Hier wohnen dauerhaft 25-30 Menschen. Auf dem 39HA großen Areal, auf dem sich außer dem Bauwagenplatz noch mehrere Kleingartenvereine sowie zwei Übergangswohnheime und einige Gewerbeflächen befinden, plant die Stadt Hamburg seit 2009 das  Pergolenviertel, ehemals als „Hebebrandquartier“ geplant,  eine Neubausiedlung zwischen S- Bahnhof Alte Wöhr und der Hebebrandstraße. Hier soll in den nächsten Jahren ein „neues, vielfältig strukturiertes Wohn- und Mischquartier“ gebaut werden, „das über günstige Verknüpfungen und Anbindungen verfügt und sich auf die Nachbarschaft gewachsener Stadtquartiere abstützen kann“.

Für alle, die diese Fläche nutzen, bedeutet das, dass sie gehen müssen. Wir lassen uns aber nicht vertreiben und lösen uns nicht in Luft auf. Wir bleiben wo wir sind und bestimmen selbst wie und wo wir wohnen wollen! Kein Pergolenviertel mit uns!!

Aktionsfotos „Aufstand der Tiere“ Juli 2011

Fotos Borribles Eindrücke 2001-2006

Einige Platz-Eindrücke aus den Jahren 2001 bis 2006

 

Winter 2006 Impressionen